Tragende Bauteile, Podeste und Brüstungen entstehen bei Krambamboul aus heimischem Robinienkernholz. Die Holzart verbindet hohe Dichte mit natürlicher Dauerhaftigkeit und eignet sich damit für Spielflächen mit hoher Nutzungsfrequenz, bei denen Verschleiß an Griff- und Trittflächen den Instandhaltungsaufwand bestimmt.
Material und Normeneinordnung
Robinienkernholz ist nach DIN EN 350 in die Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 gegenüber holzzerstörenden Pilzen eingestuft. Das ist die höchste Einstufung, die heimische Holzarten erreichen. Wichtig für die Ausschreibung: DIN EN 350 ist eine Klassifizierungsnorm, kein Zertifizierungsverfahren. Ein Bauteil wird nach dieser Norm eingeordnet, nicht zertifiziert.
Die Einbausituation von Spielgeräten im Freien mit Erdkontakt entspricht der Gebrauchsklasse 4 nach DIN EN 335. Robinienkernholz erreicht die dafür erforderliche Dauerhaftigkeit aus eigener Substanz, weshalb weder Kesseldruckimprägnierung noch andere chemische Holzschutzmittel eingesetzt werden. Für Spielflächen, auf denen Kinder Bauteile dauerhaft berühren, ist das ein Vorteil, der sich unmittelbar aus dem Material ergibt und nicht aus einer Behandlung.
Als heimisch verfügbares Hartholz ersetzt Robinie in vielen Konstruktionen tropische Harthölzer, ohne dass Transportwege und Herkunftsnachweise die Beschaffung belasten.
| Merkmal | Robinienkernholz | Einordnung für Planung und Betrieb |
|---|---|---|
| Dauerhaftigkeit gegen Pilzbefall | Klasse 1–2 nach DIN EN 350 | Erdverbau ohne chemischen Holzschutz möglich |
| Gebrauchsklasse | GK 4 nach DIN EN 335 | deckt Erdkontakt im Außenbereich ab |
| Oberfläche im Alter | vergraut silbergrau | optische Veränderung, kein Mangel |
| Pflege | Sichtkontrolle, Inspektion nach DIN EN 1176-7 | planbarer Betriebsaufwand |
Verarbeitung des Kernholzes
Robinie bildet ein deutlich abgesetztes Kernholz mit schmalem Splintholzrand. Der Splint besitzt keine nennenswerte natürliche Dauerhaftigkeit und wird deshalb bei der Fertigung entfernt. In die Konstruktion gelangt ausschließlich Kernholz.
Fehlstellen, Faulstellen und störende Astansätze werden im Zuge der Qualitätskontrolle ausgesägt und die Bereiche nachgearbeitet. Der Aufwand ist erheblich, weil gewachsene Stämme selten gerade und selten fehlerfrei sind. Genau darin liegt allerdings der Unterschied zwischen einem Rundholz und einem tragfähigen Konstruktionsholz.
Standzeit und Instandhaltung
Pauschale Angaben zur Standzeit lassen sich nicht seriös treffen. Bodenfeuchte, Sonneneinstrahlung, Nutzungsintensität und die konstruktive Ausbildung der Erdanschlüsse bestimmen den Verlauf stärker als die Holzart allein. Aus eigenen Projekten liegen Erfahrungswerte vor, die jedoch keine zugesicherte Eigenschaft darstellen.
Vollholz im Freien arbeitet. Silbergraue Vergrauung der Oberfläche und Trockenrisse längs der Faser sind normale Alterungserscheinungen und beeinträchtigen die Tragfähigkeit in der Regel nicht. Maßgeblich für den Betrieb ist die Inspektion nach DIN EN 1176-7: visuelle Routinekontrolle, operative Inspektion und jährliche Hauptinspektion durch sachkundige Prüfer nach DIN 79161. Jede Anlage wird vor Übergabe sicherheitstechnisch nach DIN EN 1176 abgenommen.

